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Bezirksgruppe der VFMG e.V.

Lagerstättensammlung der Wismut, Hartenstein,
Mineralogisch-geologische Sammlungen Zwickau, 08.04.2017


Die Lagerstättensammlung der Wismut GmbH ist im Zechenhaus des Schachtes 371 in Hartenstein im Tal der Zwickauer Mulde zu bewundern. Der Schacht 371 war der Hauptschacht des Bergbaureviers Schlema-Alberoda. In diesem Revier wurden ca. 71000 t Uran gewonnen. Hier befand sich bis 1990 das mit 1800 m Teufe tiefste Bergwerk Deutschlands.
Herr Axel Hiller, der Leiter des Geologischen Archivs der Wismut GmbH, führte uns über 2 Stunden mit interessanten Details und netten Anekdoten sehr kurzweilig durch die hellen Räume der sehr sehenswerten Sammlung. Diese ist hauptsächlich nach den Uranlagerstätten in Sachsen und Thüringen gegliedert. In den Vitrinen, welche aus statischen Gründen an der Decke hängen (!), beeindrucken vor allem die Prachtstufen der Mineralien des Uranbergbaus. Ein besonderes Kabinett ist mit einem Geiger-Müller-Zählrohr ausgestattet. Hier sind teils recht farbenfrohe radioaktive Mineralien zu sehen. Besucher brauchen keine Angst haben - der Raum ist gut belüftet, Radon kann sich nicht sammeln.
Den Abschluss dieser Exkursion bildete der Besuch der mineralogisch-geologischen Sammlungen Zwickau. Diese befinden sich im Museum der Kunstsammlungen Zwickau und wurden einst vom Bergfaktor Ernst Julius Richter (1808 - 1868) gegründet. Auch hier muss geschrieben werden: absolut sehenwert. Das gilt besonders für die paläobotanische Sammlung von Pflanzenfossilien des Zwickauer Steinkohenreviers.



Exkursion am 22. April 2017 nach Misburg


Die in Sammlerkreisen bekannten Kreideaufschlüsse von Misburg (und Höver) bei Hannover sind stets eine Reise wert. Auch wenn man dafür sehr früh aufstehen muss.... Gut erhaltene Seeigel, Haizähne, heteromorphe Ammoniten oder "Sonnenschwämme" sind begehrte Fundstücke und waren das Ziel der Reise. Wie die Bilder zeigen wurden die Erwartungen erfüllt!

Wichtig: Man benötigt zum Betreten der Mergelgruben unbedingt eine Sammelerlaubnis.

Dank an die Fachgruppe Mineralogie und Paläontologie Dresden für die Organisation der Exkursion!



Besuch in den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im November 2017


Die Naturhistorischen Sammlungen (bzw. das frühere Museum für Mineralogie und Geologie) in Dresden gehen ursprünglich auf die Kurfürstliche Kunstkammer zurück. Diese wurde 1560 von Kurfürst August von Sachsen gegründet. Damit gilt die Sammlung in Dresden als älteste geowissenschaftliche Institution der Welt. (Quelle: Senckenberg Dresden)

Herr Dr. Wilmsen, Leiter der Sektion Paläozoologie, führte uns anschaulich durch die Entwicklung des Museums. Wir sahen wissenschaftlich bedeutsame Fossilien und bekamen einen Einblick in die heutige Arbeit der Paläontologen. Die verschiedenen Arten der Fossilien wurden anhand von schönen Exponaten gezeigt und die verschiedenen Lebensbedingungen im sächsischen Kreidemeer dargestellt. Am Schluss bestimmte Herrn Dr. Wilmsen noch die von einigen Mitgliedern mitgebrachten Fossilien der sächsischen Kreide.

Er und auch wir bedauern, dass nach dem Auszug aus dem Ständehaus 1999 in das Depot und Bürohaus in Dresden-Klotzsche die Sammlungen nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Wir danken Herrn Dr. Wilmsen für den sehr interessanten Vortrag!