P
Bezirksgruppe der VFMG e.V.

Mineralienbörse 2009


Die Sonderschau 2009 trug den Titel:


Spektakuläre Turmaline aus Sachsen


Berggeschrei im Sommer des Jahres 2005: Große Turmaline bei Radeberg!
Mit bis zu 40 cm Länge und 10 cm Dicke übertrafen sie sogar Kristalle aus dem Granulitgebirge, dem Eibenstocker Granit und dem historischen Turmalinschurf bei Irfersgrün im Vogtland. Sie sind damit die größten sächsischen Turmaline!
Bekannt war die Fundstelle an der Hüttermühle im Osten Radebergs schon seit langem. Allerdings konnten bisher nur Bruchstücke auf den Feldern aufgelesen werden. Beim Bau eines Autobahnzubringers wurden die Pegmatitschlieren aufgeschlossen und von engagierten Sammlern nahezu vollständig abgebaut. Heute liegt eine Schwarzdecke über der Fundstelle!
Die Sonderschau wurde von Prof. THALHEIM und den  Herren F.KÜHNE, L.JORDAN und R.-G. HÖRL gestaltet.

 


 

Der Original - Werbetext zur Sonderschau:

 

Spektakuläre Turmaline aus Sachsen

Anläßlich der 23. Mineralienbörse am 25. April in der Mensa Mommsenstr. der TU Dresden werden Turmalinkristalle aus einem einmaligen Fund vom Sommer 2005 gezeigt. Hinsichtlich der Größe übertreffen die Kristalle mit bis zu 40 cm Länge und 10 cm Dicke die aus dem Granulitgebirge, dem Eibenstocker Granit und dem historischen Turmalinschurf bei Irfersgrün im Vogtland und sind damit die größten sächsischen Turmaline! Es handelt sich im wesentlichen um Schörl (evtl. auch Dravit). REM-EDX Analysen stehen noch aus. Einige Kristalle konnten mit gut erhaltenen Endflächen geborgen werden.  

Bekannt war die Fundstelle an der Hüttermühle im Osten Radebergs schon seit langem.
Allerdings konnten nur Bruchstücke nach dem Pflügen auf den Feldern aufgelesen werden. Beim Bau eines Autobahnzubringers wurden die Pegmatitschlieren aufgeschlossen und von engagierten Sammlern nahezu vollständig abgebaut. Heute liegt eine Schwarzdecke über der Fundstelle!

Die Pegmatitgänge und -schlieren des Westlausitzer Biotitgranodiorits sowie eines Zweiglimmergranodiorits enthalten Quarz, bläulichen Mikroklin, weißen Oligoklas, Muskovit, Biotit und schwarzen Turmalin. Fundstellen ähnlicher Pegmatite sind bekannt  von Langebrück, Ottendorf-Okrilla, Leppersdorf, Eierberg bei Lichtenberg u.a., allerdings mit wesentlich kleineren Turmalinen. Die Pegmatite haben sich im Zuge der Intrusion der cadomischen Granite vor 560 bis 530 Millionen Jahren im oberen Proterozoikum bis unteren Kambrium gebildet.

Die wissenschaftliche Bearbeitung des Fundes wurde von Prof. Dr. K. THALHEIM (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden) durch Bestimmung der Pegmatitminerale mittels XRD durchgeführt. Die Sonderschau wird von Prof. THALHEIM und den  Herren F.KÜHNE, L.JORDAN und R.-G. HÖRL gestaltet. Für alle Turmalinsammler und geologisch-mineralogisch Interessierten ist der Besuch der Börse und der Sonderausstellung ein Muss, zumal auch einige gute Stufen aus dem Sensationsfund angeboten werden.