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Bezirksgruppe der VFMG e.V.

Mineralienbörse 2014


Großes Getümmel auf der Börse 2014! Sogar der MDR filmte und brachte im Sachsenspiegel einen Beitrag.



"Bleiminerale - faszinierend in Form und Farbe",

so lautete das Motto der Sonderausstellung 2014.
Heute sind ca. 600 verschiedene Minerale bekannt, die das Element Blei enthalten. Die meisten davon sind jedoch nur von wissenschaftlichem und/oder sammlerischem Interesse. Das wirtschaftlich wichtigste Mineral ist Galenit (Bleiglanz), der häufig auch ein wichtiges Silbererz darstellt, da er bis zu 1% Silber enthalten kann. Darüber hinaus bildet Galenit auch sehr attraktive, häufig hochglänzende Kristalle, die meist als Hexaeder oder Oktaeder ausgebildet sind.     

Die primär, meist hydrothermal gebildeten Bleierze können an der Erdoberfläche chemisch aufgelöst, abtransportiert und an anderer Stelle mit weiteren Elementen als Halogenide, Carbonate, Chromate, Sulfate, Molybdate, Phosphate, Vanadate, Arsenate ausgefällt werden. Dadurch entstehen sogenannte supergene Vorkommen mit attraktiven Mineralen.

In der obersten Ebene der Vitrine werden die primären, sulfidischen Minerale, die eigentlichen Erze, gezeigt, vor allem Galenit in ver schiedenen Kristallformen; daneben noch einige Exoten wie Kylindrit („Zylinderkristalle“), Bournonit („Rädelerz“) und Nagyagit (ein Blei-Gold- Tellur-Sulfid).

Daran schließen sich sächsische Bleiminerale an, von denen neben dem Galenit aus dem Freiberger Lagerstättenbezirk besonders Mimetesit (Typlokalität Johanngeorgenstadt), Stolzit (Typlokalität Zinnwald) und Krokoit von Callenberg hervorgehoben werden sollen.

In der 3. und 4. Ebene der Vitrine sind weltweit Stufen der gesuchten Sammlerminerale wie Cerussit (attraktive Kristallgitter durch Drillings bildung), Anglesit, Linarit, Wulfenit (hochglänzende Kristalle von vielen Fundorten) und die hexagonalen Kristalle von Pyromorphit, Mimetesit und Vanadinit, die sich nur durch die Anionen [PO4]³‾, [AsO4]³‾ und [VO4]³‾ unterscheiden, zu sehen.

Die Vitrine wurde überwiegend mit Stufen aus der Sammlung unseres langjährigen Gruppenmitglieds Sven Hölzel gestaltet, der speziell Bleiminerale sammelt.


Galenit - das häufigste Beimineral

 

Blei (Pb, lateinisch plumbum) - im Periodensystem der Elemente besitzt es die Ordnungszahl 82. Es ist das dritte giftige Metall in einer Reihe neben Quecksilber (80) und Thallium (81). Blei kommt gediegen (also rein, ohne chemische Verbindung) nur sehr selten vor. Als Beispiel aus dem Online-Lexikon www.mineralienatlas.de sei hierfür der Fundort Långban, Filipstad, Värmland in Schweden genannt.

 

Graphit wurde früher für ein Bleierz gehalten - deswegen zeichnen wir mit "Blei"-stiften.

 

Blei ist begehrt, weil es eine hohe Dichte, eine niedrige Schmelztemperatur und eine geringe Härte besitzt.

 

Die Liste mit den Staaten der größten Bleiproduzenten führt China an, gefolgt von Australien, den USA und Peru. (Quelle: www.wikipedia.de)

 

Blei findet vielvältigen Einsatz. Eine kleine Liste sei hier angegeben:

- Strahlenschutz

- Legierungen

- Akkumulatoren

- Bauwesen (Dachdeckung)

- Militär (Geschosse)

   

Bleiminerale - insbesondere Galenit (Bleiglanz) - kann man heutzutage finden, wenn man im Freiberger Revier alte Bergbauhalden absucht.