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Bezirksgruppe der VFMG e.V.

Mineralienbörse 2019


Funde aus den Tagebauen der mitteldeutschen Braunkohle

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Die ausgestellten Fossilien (Fauna und Flora) aus den Tagebauen Zwenkau und Espenhain des ehemaligen Braunkohlenkombinates Espenhain wurden in der Zeit von 1973 bis 1980 geborgen. Die Funde gehören in das geologische Zeitalter des Tertiär (ca. 65-1,8 Mio. Jahre vor heute). Stratigraphisch gehören die Fossilien in das Oligozän (Alter ca. 25 Mio. Jahre). Marine Rupel-Ablagerungen im oberen Teil der Glaukonitsande enthalten den sogenannten Phosphoritknollenhorizont, welcher durch einen erheblichen Fossilreichtum gekennzeichnet ist.

 

Fauna:

- Seekühe (Sirenia): Knochen, Wirbel, Zähne, Rippen

- Rochen (Myliobatidae): Kauplatten, Kopfstachel, Schwanz- und Flossenstachel

- Haie (Selachii): Zähne und Wirbel 

- weiterhin Fischwirbel, Fischschuppen, Muscheln und Schnecken

 

Flora:

- Nadelbaumzapfen (Pinaceae)

- Palmwurzelreste (Palmae)

- Nuss (Carya)

- Phosphorisiertes Holz mit Spuren vom Bohrwurm (Teredo)

 

 

Glossar:

- Bohrwurm: Schiffsbohrwurm Teredo navalis, kein Wurm, sondern eine Muschelart

- Glaukonit: Mineral aus der Klasse der Silikate

- Phosphorit: ein im Meer entstandenes Sedimentgestein aus Apatit und organischen Bestandteilen

- Rupel, Rupelium: Untere Stufe des Oligozän

 

 

Aus dem Tagebau Goitsche bei Bitterfeld stammen diese Bernstein - Inklusen: